Die besten Hobo Kocher: Eine einfache Gaskocher Alternative

Du willst dir Unterwegs eine Kleinigkeit kochen, hast aber keine Lust einen unhandlichen Campingkocher im Rucksack mitzunehmen? Dann pack dir doch einfach einen Hobo Kocher ein.

Mit einem Hobo Kocher kannst du dich in der Natur bedienen und schnell und einfach Äste, Rinde, Wurzeln oder Blätter verfeuern und so Wasser oder Speisen erhitzen.

Es gibt Modelle zum Zusammenstecken oder Hobo Kocher zum Falten, was beide Modelle gemeinsam haben ist, dass sie sich super flach zusammenpacken lassen und so nur wenig Platz im Rucksack verschwenden. Das Gewicht von rund 200 Gramm bei den kleinen Hobos ist super für dich, wenn du auf leichtes Gepäck setzt. Außerdem können viele Hobos mit Trangia oder Esbit betrieben werden oder als Windschutz für Brenner genutzt werden.

Klingt gut? Dann bekommst du hier alle Informationen zur Benutzung und die passenden Hobo Kocher Empfehlungen.

Empfehlungen

Ich glaube, dass Stiftung Warentest sogar irgendwann mal einen Hobo Kocher Test gemacht hat, aber was Empfehlungen angeht höre ich dann eigentlich lieber auf andere Bushcrafter oder teste das Zeug einfach selbst. Das hier sind meine Empfehlungen in unterschiedlichen Größen.

Bushcraft Essentials Bushbox

Der kleine 260 Gramm schwere Hobo von Bushcraft Bushcraft Essentials ist für viele der Inbegriff des Hobo Kochers. Der ganze Hobo ist aus rostfreiem Edelstahl und lässt sich leicht reinigen, muss allerdings zusammengesteckt werden. Die Topfauflagen sind eng genug, dass auch Tassen sicher stehen und die Aschepfanne schützt den Boden.

Bushcraft Essentials Bushbox XL

Die Bushbox Xl ist wie der Name schon vermuten lässt größer als die kleine Bushbox. Das Mehr an Größe schlägt sich logischerweise auch auf das Gewicht nieder, denn die XL Bushbox wiegt 800 Gramm. Ebenfalls aus Edelstahl ist die XL nicht zum Zusammenstecken, sondern lässt sich super einfach aufklappen.

WIKA FlexFire 4

Mit seinen 518 Gramm Gewicht befindet sich der FlexFire von WIKA irgendwo in der Mitte zwischen den beiden Bushboxen. Durch die verschiedenen Kerben für die Topfauflagen lässt er sich an verschiedene Topfgrößen anpassen. Zwar ist der Flexfire zum Zusammenstecken aber das geht wirklich super einfach.

WIKA FlexFire 6

Für eine bis sechs Personen ist der WIKA FlexFire der 6er Serie geeignet und gehört damit schon zu den echt großen Hobos. Für die Größe sind die knapp über 900 Gramm aber echt noch absolut in Ordnung. Durch die flexiblen Topfauflagen lässt sich alles von der kleinen Tasse bis zur großen Pfanne sicher auf den Hobo stellen.

Wie funktioniert ein Hobo Kocher?

Ein Hobo ist ein nach oben geöffnetes Gefäß aus Metall, in dem sich Feuer entzünden lässt.

Obendrauf kommt ein Topf und dann wird das Essen oder Wasser erwärmt.

Technisch gesehen war es das schon.

Allerding sind Hobo Kocher ein wenig besser durchdacht als meine sehr vereinfachte Erklärung es aussehen lässt.

Die Schlanke und hohe Bauweise wirkt wie ein Kamin und durch die hohe Luftzufuhr brennt das Holz schnell und entwickelt besonders viel Hitze. So lässt sich nach kürzester Zeit Wasser erhitzen, um beispielsweise Nudeln oder Kartoffeln zu kochen.

Die Oberseite des Kochers dient als Ablagefläche für Töpfe, Pfannen, Kessel oder Tassen. Manche Hobos sind auch mit einem Rost ausgestattet, um etwas zu grillen oder zu kleine Tassen sicher abzustellen. Ist das Kochgeschirr leicht größer als die Auflagefläche kann es auch direkt auf den Hobo gestellt werden.

Das Holz liegt in aller Regel auch nicht direkt auf der Erde, sondern auf einem Bodenblech, das mit Löchern versehen ist. Das hat gleich zwei Vorteile, denn zum einen kommt Luft von unten an das Feuer und die Asche kann unten aus dem Hobo fallen. Unter dem Bodenblech sollte sich noch ein Auffangblech für die heiße Asche finden, haben aber nicht alle Hobos.

Nach dem Gebrauch kommt der Hobo in seine Transporttasche, die alle anderen Dinge im Rucksack davor schützt schmutzig zu werden.

Was gibt es beim Kauf zu beachten?

Eine Sache, die wichtig zu wissen ist und oft nicht wirklich erwähnt wird ist, dass es in den meisten Bundesländern verboten ist bzw. einer Genehmigung bedarf, um im Wald ein Feuer zu entfachen.

Schau also am besten, ob es ausgewiesene Feuerstellen auf deiner Tour gibt bevor du dir Ärger einhandelst.

Jetzt aber wieder zum Hobo Kocher selbst.

Größe und Gewicht

Die Größe und das Gewicht sind das, was den Hobo Kocher ausmachen. Auseinandergebaut und in der Schutztasche verstaut fällt der Kocher mit 200 bis 400 Gramm zu buche.

Natürlich gibt es auch deutlich größere und auch schwerere Hobo Kocher, die dann beim Camping oder für größere Mengen eingesetzt werden. Aber falls du nach einer einfachen, platzsparenden und leichten Möglichkeit suchst dir nach einem langen Tag was zu Beißen warmzumachen, dann sollte er definitiv nicht zu groß sein.

Um nicht unnötig viel Gewicht rumzuschleppen kannst du einfach darauf achten, was der jeweilige Hersteller angibt, wie viele Personen mit dem Kocher bekocht werden können. Desto mehr Personen, desto größer und schwerer der Kocher.

Fester Stand

So ein Hobo wird echt verdammt heiß und da ist es natürlich wichtig, dass er gut und sicher steht und dir nicht entgegenfällt. Ob dein Hobo rund oder eckig ist, spielt bei der Standfestigkeit keine Rolle.

Gerade im Wald solltest den Untergrund von leicht entflammbaren Ästen und Blättern befreien und falls du finden kannst ein passendes Stück Rinde oder einen flachen Stein als Untergrund benutzen.

Schieb den Hobo solange hin und her bis er wirklich sicher steht.

Klappsystem oder Stecksystem

Ich persönlich hab hier keinen Favoriten, denn ob der Hobo zusammengesteckt werden muss oder sich einfach auffalten lässt ist mir ziemlich egal.

Wenn du noch nie so ein Teil benutzt hast, ist es eventuell etwas einfacher ein Faltsystem zu nutzen. Spätestens nach dem zweiten oder dritten Mal aufbauen geht es mit einem Stecksystem allerdings genauso einfach.

Ein echter Vorteil am Faltsystem ist dann aber doch, dass nichts verloren geht, immerhin sind die Teile ja miteinander verbunden.

Passendes Kochgeschirr verwenden

Töpfe oder Pfannen, sollten der Größe des Hobos angepasst werden und nicht zu weit über die verwendbare Kochfläche hinausragen. Das Problem bei zu großen Töpfen oder Pfannen ist, dass die Hitze zu konzentriert auf einem Punkt wirkt und das Essen nicht gleichmäßig erwärmt wird.

Zu klein sollten Töpfe auch nicht sein, weil sonst zu viel Wärme verloren geht und eventuell Griffe heiß werden und du dich verbrennen kannst.

Wenn du nur ein bisschen Wasser in einer Tasse erwärmen willst, um dir einen Tee oder Kaffee zu machen, achte drauf, dass der Griff nicht zu heiß wird und die Tasse sicher auf der Auflage steht.

Den Hobo Kocher richtig benutzen

Um möglichst lange Freude an deinem Hobo Kocher zu haben gibt es ein paar Kleinigkeiten, die die beachten kannst, wenn du möchtest.

Das richtige Holz

Der vielleicht wichtigste Tipp, ist das richtige Holz zu verwenden, keine Angst, es geht hier nicht um besondere Holzarten, sondern um die Dicke des Holzes das du verwendest. Das ist deswegen so wichtig, weil sonst die Gefahr besteht, dass die Wärmeentwicklung zu unterschiedlich ist und sich als Resultat das Material verzieht.

Du brauchst drei verschiedene Stärken, um den Hobo Kocher zu betreiben. Zum Anfeuern brauchst du sehr feines Holz, Reisig oder auch Feathersticks, alles in der Größenordnung. Ist das Feuer in Gang gekommen kannst du etwas größere Stücke nachlegen, größer als dein kleiner Finger sollten sie aber nicht sein.

Für den Dauerbetrieb brauchst du nochmal dickeres Holz, es sollte aber nicht dicker als dein Daumen sein. Ich sehe immer wieder Leute die viel zu große Scheite in den Hobo legen und sich wundern warum das alles nicht funktioniert.

Dass du möglichst trockenes Holz verwenden solltest, brauche ich wohl nicht erwähnen. Einen Tipp hab ich aber noch, falls du am Boden kein trockenes Holz finden kannst. Such nach abgestorbene Ästen ober Bäumen, die noch nicht umgefallen sind. Wenn sie nicht auf der Erde liegen sind sie maximal oberflächlich nass. Ideal sind Fichten, denn die kleinen Äste brennen super und das Harz lässt sich super als Zunder nutzen.

Die Füllmenge

Auch hier geht es darum, das Material zu schonen und den Kocher davor zu schützen, sich zu verziehen. Machst du das Teil nämlich bis oben hin voll, schießt dir Flamme bis auf Höhe der Hüfte aus dem Kocher und du kannst fast im Stehen kochen. Das ist natürlich nicht Sinn der Übung.

Es reicht vollkommen aus, wenn sich das brennbare Material im unteren Drittel des Kochers befindet, vielmehr muss da nicht rein.

Der Hobo Kocher verrät dir im Grunde sogar, wie weit er gefüllt werden sollte. Alles, was unterhalb der Füllluke ist, kann mit Holz gefüllt werden, alles oberhalb der Luke eher nicht.

Keine zu großen Stücke

Wenn die Holzstücke maximal daumendick sind, dann lassen sie auch noch relativ einfach brechen und das solltest du auch tun. Als Werkzeug würde sich zusätzlich ein ganz normales Taschenmesser eignen (mehr dazu in meinem Taschenmesser Test).

Die Holzstücke sollten so klein sein, dass sie durch die Luke in den Kocher gegeben werden können und nicht raushängen.

Alle diese Tipps helfen nicht nur dabei, deinen Hobo Kocher effektiv zu betreiben und davor zu schützen, dass er dir lange erhalten bleibt, sie haben noch andere Vorteile. Richtig betrieben reduzierst du Qualm, Ruß und die Menge Asche die nach der Benutzung übrig bleibt. Außerdem bekommst du eine gleichmäßige Hitze, mit der es sich deutlich besser kochen lässt.

Nicht mit Wasser abkühlen

Sollte eigentlich klar sein, denn wenn du versuchst, den Hobo Kocher schnell mit Wasser abzukühlen, dann kannst du mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass sich das Metall verzieht und du relativ schnell einen neuen Kocher anschaffen musst.

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