Regenponcho zum Wandern und Trekking

Manchmal kann es richtig schnell gehen und von gefühlt einer Sekunde auf die andere ist der Himmel grau und es fängt an zu regnen.

Die einfachste und schnellste Lösung dich und deine Ausrüstung vor dem Regen zu schützen ist ein Regenponcho.

Ich habe immer einen Regenponcho im Rucksack dabei und finde, dass so ein Teil einfach auf jede Packliste gehört. Immerhin ist das Packmaß enorm klein, das Gewicht ist nicht der Rede wert und ein Regenponcho ist innerhalb weniger Augenblicke einsatzbereit.

Wenn du dir einen Regenponcho für Wanderungen zulegen willst, dann solltest du auf Qualität achten. Schnell mal zur Bushaltestelle laufen, das geht auch mit einem billigen Regenponcho. Hast du aber noch einen halben Tagesmarsch vor dir, dann ist es wichtig, dass das Ding echt dicht hält und du und deine Ausrüstung trocken bleiben.

Was du sonst noch beachten solltest, welche Nachteile ein Regenponcho haben kann und welche meine Empfehlungen sind, das alles erfährst du in diesem Artikel.

Regenponcho Empfehlungen

Ponchos gibt es vielen verschiedenen Ausführungen und Preisklasse und das hier sind meine Favoriten.

AWHA Regenponcho

Trotz einer Wassersäule von „nur“ 2000mm hält der AWHA Regenponcho dem Regen ziemlich gut stand. Besonders gut gefällt mir die Länge, denn der Poncho geht bis deutlich über das Knie des Trägers. Ebenfalls sehr praktisch ist die Bauchtasche in der Smartphone, GPS Tracker oder andere wichtige Kleinigkeiten verstaut werden können.

Tatonka Regenponcho

Ich mache kein Geheimnis draus, Tatonka gehört zu meinen absoluten Lieblingsmarken und der Tatonka Regenponcho gehört einfach in jeden Rucksack. Da kann ein Schauer auch noch so stark sein, Rucksack und Träger bleiben trocken. Wenn viel Regen zu erwarten ist, dann nutzt du den Tatonka Regenponcho am besten mit passenden Gamaschen, denn er endet bereits knapp unter dem Knie.

HOCK Regenponcho Kraxen AS

Lange Touren mit viel Gepäck? Kein Problem für den wasserdichten und atmungsaktiven HOCK Regenponcho. Hier wurde wirklich an alles gedacht, denn der Poncho ist sehr lang, hat einen eingenähten Gehschlitz um die Beinfreiheit zu gewährleisten, ein Sturmhalteband zwischen den Beinen, falls es mal etwas windiger wird und einen Kaputzenschirm gibt es auch.

Vorteile und Nachteile des Regenponcho

Beim Wandern haben Regenponchos einige schwergewichtige Vorteile aber natürlich gibt es auch einige Nachteile und die wollen wir uns jetzt ansehen.

Vorteile

Die wichtigsten Vorteile sind das geringe Packmaß, die schnelle Einsatzbereitschaft, das leichte Gewicht und der günstige Anschaffungspreis.

Es geht ja nicht immer nur ums Geld, aber ein guter Regenponcho mit Rucksackabdeckung ist in den meisten Fällen schon unter 100 Euro zu bekommen. Eine gute Regenkombi also Regenhose und Regenjacke dagegen kostet schnell über 200 Euro.

Viel wichtiger sind nur die praktischen Vorteile, denn ein Regenponcho ist schnell aus dem Rucksack gefischt und übergeworfen. Regenjacke und Hose anziehen und den Rucksackschutz anbringen dauert deutlich länger.

Das geringere Maß ist auch nicht zu unterschätzen, denn eine Regenkombi inklusive Rucksackschutz nimmt deutlich mehr Platz weg als ein klein gefalteter Poncho.

Nachteile

Die Nachteile des Regenponchos ergeben sich sozusagen aus seiner Konstruktion, denn er wird einfach über den Körper und den Rucksack geworfen und locker getragen.

Das macht in ziemlich ungeeignet für bestimmtes Terrain so z.B. dicht bewachsenes Gelände, in dem man dauernd hängen bleiben würde. Auch auf Kletterpassagen und Klettersteigen ist ein Poncho nicht die beste Wahl, das Risiko hängen zubleiben und zu stürzen ist zu hoch.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der Fakt, dass man seine Füße unter Umständen nicht mehr sehen kann, wo man hintritt. Das kann in unwegsamem Gelände zu einem echten Problem werden.

Diese Arten gibt es

Es gibt viele verschiedene Arten von Regenponchos, weil es hier um Regenponchos zum Wandern geht, hier die drei wichtigsten Varianten.

Wanderponcho

Da wären z.B. die einfachen Wanderponchos, die ohne eine zusätzliche Rucksackabdeckung auskommen und eine echte Alternative sind, falls du keine zusätzliche Abdeckung brauchst.
Wanderregenponchos gibt es in verschiedenen Längen und können so passend zu deiner Größe ausgewählt bzw. mit Gamaschen kombiniert werden.

Kraxenponcho

Eine Kraxe bezeichnet einfach ausgedrückt eine Rückentrage, also ist ein Kraxenponcho ein Regenponcho mit Rucksackschutz. Der Rucksackschutz ist in den meisten Fällen einfache eine Verlängerung am Rücken.

Tarp-Poncho

Falls du noch nie ein Tarp-Poncho gesehen hast, es ist genau das, was man sich unter dem Namen vorstellen würde, ein quadratisches Tarp mit Ösen zum Befestigen und einer Öffnung mit Kaputze.
So kann ein Tarp-Poncho als Regenponcho oder auch als Tarp genutzt werden.

Beim Kauf beachten

Bei einem Poncho kann man eigentlich nicht so sehr viel falsch machen, aber es gibt trotzdem ein paar Dinge, die du beachten solltest.

Die richtige Länge

Ein langer Regenponcho schützt dich ziemlich sicher vom Kopf bis zu den Füßen vor Regen, dafür ist er aber auch etwas größer bzw. braucht mehr Platz im Rucksack und kann in den Bergen oder in dichtem Wald das Vorankommen erschweren.

Ein kurzer Poncho schützt die Beine nicht so gut, dafür hat man mehr Bewegungsfreiheit und ein kurzer Poncho lässt sich super einfach mit passenden Gamaschen kombinieren.

Gewicht und Packmaß

Desto größer und länger der Regenponcho, desto mehr Platz nimmt er natürlich auch im Rucksack weg und desto schwerer ist er auch. Das solltest du bei dem begrenzten Platz in einem Rucksack immer im Hinterkopf behalten.

Wichtig ist hier auch die Frage, ob du einen Poncho mit oder ohne Rucksackabdeckung brauchst. Die Ausbuchtung am Rücken und das zusätzliche Material machen einen Kraxenponcho um einiges größer und schwerer als einen kurzen Wanderponcho.

Die Wassersäule

Die Wassersäule zeigt dir wie wasserfest der Poncho tatsächlich ist. Günstige Regenponchos haben oft nur eine geringe Wassersäule und schützen somit nur für kurze Zeit vor dem Regen.
Hochwertige Regenponchos halten dir den ganzen Tag das Wasser von Hals bzw. den Klamotten.

Belüftung

Natürlich lässt es sich nicht ganz vermeiden, dass sich Wärme und Feuchtigkeit unter dem Poncho staut. Ich persönlich finde aber, dass man unter einem Poncho deutlich weniger schwitzt als in einer Regenkombi aus Regenjacke und Regenhose.

Um etwas Luft unter den Poncho zu lassen kann man ihn einfach vorne anheben oder die Arme etwas abspreizen.

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