Taschenmesser für den Alltag: Die besten EDC Messer

Den Begriff EDC-Messer oder auch EDC-Taschenmesser ist, seit die Prepper-Community immer größer wird, öfter zu lesen. EDC steht für Every Day Carry, also einen Tool, das man jeden Tag mit sich trägt.

Im Falle von Messern, sind sie relativ klein und passen in jede Hosentasche, es sind Taschenmesser für den Alltag. Dabei sind sie funktionell und nicht mit unnötigem Schnickschnack ausgestattet.

Damit ein EDC Taschenmesser auch mit dem Gesetz konform geht und nicht einkassiert wird, sollte es mit dem jeweils gültigen Waffengesetz übereinstimmen, in Deutschland wird das Verbot des Führens eines Messers im §42a WaffG geregelt. Dazu kommen wir aber später noch.

Ursprünglich wurde genau definiert, was ein EDC unabhängig davon, ob Messer oder nicht ausmacht. Der EDC Gegenstand wird direkt am Körper getragen und er wird immer am gleichen Platz aufbewahrt. Mit der Zeit wurde der Begriff gelockert und heute zählen auch Dinge dazu, die im Rucksack oder in der Handtasche aufbewahrt werden.

Der Begriff wurde immer weiter gefasst und so kann unter Umständen auch eine Wasserflasche dazu gehören. Das hat aber mit der ursprünglichen Idee, leichte und multifunktionell einsetzbare Dinge täglich mitzunehmen, nicht mehr viel gemeinsam. Ein Taschenmesser ist wohl einer der ursprünglichsten EDC-Gegenstände.

EDC Taschenmesser für den Alltag

Fünf kleine aber feine EDC Messer, habe ich hier für dich zusammengestellt. Alle sind sie nicht allzu teuer und absolut geeignet für den alltäglichen Einsatz.

Spyderco Tenacious

Egal ob grobe oder feine Arbeiten, das Spyderco Tenacious ist ein tolles Messer für Alltag, Beruf und natürlich auch für Draussen.

Opinel Taschenmesser No. 9

Sie gehören du den beliebtesten Messern überhaupt und sind auch im Alltag eine gute Option. Außerdem ist der Verlust eines Opinel Messers, dank des niedrigen Preises oft recht leicht zu verschmerzen.

Victorinox Offiziersmesser Spartan

Der Klassiker unter den EDC-Taschenmessern bzw. vermutlich das Taschenmesser, das den meisten Menschen als erstes einfällt, wenn sie an ein Taschenmesser denken. Ich finde das Victorinox Spartan bietet mehr als genug Tools, um ein tolles EDC zu sein.

Sanrenmu 7007

Das Sanrenmu 7007 ist ein bisschen ein Geheimtipp und ich hatte es bis vor Kurzem selber nicht auf dem Schirm. Was es auszeichnet ist das wirklich geringe Gewicht und die Schärfe, also echt mal, das Ding ist ab Werk richtig scharf.

REAL STEEL H7

Das REAL STEEL H7 ist ein wirklich treuer Begleiter und hat einen entscheidenden Vorteil, der Pin lässt sich entfernen und so kann man das Messer bedarfsweise zu einem Zweihandmesser umbauen.

Achte bei der Auswahl der Messer aber immer auf geltende Gesetze und Führverbote, denn alltagstauglich heißt nicht automatisch auch erlaubt.

Welche Messer unterliegen dem §42a WaffG?

Grundsätzlich kann man hier zwischen feststehenden Messern, Springmessern oder Klappmessern unterscheiden. Ein feststehendes Messer ist in den meisten Fällen eher weniger geeignet, um tagtäglich am Körper getragen zu werden, es sei denn, man ist Jäger oder Forstarbeiter.

Falls man sich doch für ein feststehendes Messer entscheidet, sollte es auf alle Fälle in einer Messerscheide aufbewahrt werden. Sie sind in Deutschland verboten, wenn die Klinge länger als 12 cm ist.

Taschenmesser, wie in unserem Fall, lassen sich einklappen und finden auch in der Hosentasche leicht Platz. Diese sind seit 2008 in Deutschland verboten, wenn es sich um Messer mit Arretierung und einhändig auszuklappender Klinge handelt. Wenn man zwei Hände zum Öffnen benötigt oder wenn die Klinge nicht arretiert wird, sind die Klappmesser vom Trageverbot nicht betroffen.

Springmesser sind dann als EDC Messer erlaubt, wenn die Klinge nicht nach vorne herausschnellt, unter 8,5 cm lang ist und nur auf einer Seite geschliffen ist.

Der Vollständigkeit halber soll auch noch erwähnt werden, dass Fallmesser, Butterflymesser und Faustmesser ebenso verboten sind. Das hier ist keine Rechtsberatung, sondern ein kurzer Überblick, außerdem eignen sich diese Messer sowieso, nur selten für den Alltag.

EDC Taschenmesser und Multitool?

Der Übergang zwischen den EDC-Taschenmessern für den Alltag und einem Multitool ist fließend. Hier muss man festlegen, worauf man Wert legt. Muss es im Büro wirklich tagtäglich der Dosenöffner oder der in das Messer integrierte Feuerstahl sein, den man mitschleppt? Oder findet man das Auskommen mit einem „normalen“ Taschenmesser?

Wenn man allerdings wirklich das ganze Werkzeugsortiment mitnehmen möchte, ist man gut beraten, wenn es sich um hochwertige Qualität handelt. Je mehr Werkzeuge ein Messer hat, umso mehr Fehlerquellen treten auf und die Werkzeuge fangen über kurz oder lang zu wackeln an, wenn man Pech hat. Hier nützt es auch nichts, wenn die Hersteller lebenslange Garantie geben, wenn man doch das Messer jedes Jahr zum Reparieren einschicken muss.

Deswegen ist es besser, wenn man ein ordentliches, gerne auch teureres Messer hat, das viel aushält und was die Frage Multitool oder Taschenmesser angeht, bin ich ganz klar Partei Taschenmesser.

Material und Verarbeitung

Bei der Wahl eines EDC Taschenmessers gibt es unzähligen Varianten. So gibt es viele verschiedene Materialien, aus denen die Klinge und der Griff bestehen können. Zusätzlich kommt es auf das Handling und das Preis-Leistungs-Verhältnis an.

Das wohl wichtigste an einem Messer ist die Klinge. Sie soll leicht zu schärfen sein, dabei die Schärfe halten und natürlich nicht rosten.

Es gibt mindestens 12 verschiedene Klingenformen, von denen alle eigene Vorzüge haben. Einigen von ihnen sind häufiger als andere anzutreffen, wenn du ein Taschenmesser für sehr spezielle Aufgaben brauchst, dann wirst du vermutlich sehr genau wissen was du brachst. Hier ein kleiner Überblick der üblichen Klingenformen:

  • American Tanto Klinge
  • Clip-Point
  • Drop-Point
  • Needle-Point Klinge oder Dolch
  • Normale Klinge
  • Spear-Point
  • Upswept oder Trailing-Point

Ebenso wichtig sind die Griffe bei einen Messer. Sie sollen unbedingt rutschfest sein, um die Verletzungsgefahr zu minimieren und gut in der Hand liegen.

Traditionelle Messer haben einen Griff aus Leder. Besonders schön sind Griffe aus Perlmutt, aber nicht besonders haltbar und damit auch wenig alltagstauglich. Holzgriffe können, wenn sie richtig verarbeitet sind, richtig stabil sein. Horngriffe sind selten und oft individuell gemustert.

Messergriffe können auch aus Kunststoff angefertigt sein. ABS-Kunststoff bietet guten Halt, während Griffe aus G10 leicht, haltbar und stabil sind.

Kohlefaser-Griffe sind haltbar, aber teuer und Zytel Nylon ist sehr stabil, günstig und sehr langlebig.

Bei diesen vielen Kombinationsmöglichkeiten kann eine gründliche Recherche nicht schaden, damit man wirklich genau das Messer bekommt, das alle persönlichen Anforderungen an ein EDC Messer erfüllt und man einen wirklich solides Taschenmesser für den Alltag bekommt.

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