Isomatte am oder im Rucksack transportieren?

Man kann auf einer mehrtägigen Trekkingtour oder auf einem ausgedehnten Bushcraft-Wochenende auf so einiges verzichten, aber guter Schlaf gehört sicher nicht dazu. Wenn du vorhast für mehrere Tage auf Tour zu gehen und mehrere Nächte draußen zu schlafen, dann geht das nicht ohne Isomatte.

Eine gute Isomatte isoliert und schützt dich nach einem langen Tag vor dem kalten, harten Boden und erlaubt es dir erholsam zu schlafen. Leider sind die meisten Isomatten recht unhandlich, die Kunst besteht also darin herauszufinden, wie man sie am besten mitnimmt und wie man sie im Rucksack verstaut.

Isomatten wiegen zwar nicht viel, sind aber sperrig.

Aufblasbare Isomatten können zu kleinen Rollen zusammengedrückt werden, sind aber unbrauchbar, wenn sie reißen oder durchlöchert werden, daher muss immer darauf geachtet werden, dass sie beim Transport nicht beschädigt werden.

Selbstaufblasende Isomatten und Schaumstoffmatten sind robuster, aber sie sind auch viel sperriger und nehmen mehr Platz im Rucksack ein, sodass sie schwer zu verstauen sind.

Bleibt also die Frage, wie man seine Isomatte am besten im Rucksack unterbringt oder am Rucksack befestigt und dabei kommst es immer darauf an, was du für eine Isomatte hast.

Schaumstoff Isomatte

Einfache Isomatten aus Schaumstoff werden entweder gerollt oder im Falle von z.B. der Thermarest Z lite* oder auch der Exped Flexmat* gefaltet.

Eine faltbare Isomatte würde ich immer außen am Rucksack befestigen. Ob du sie oben auf dem Rucksack befestigst, unter dem Boden oder wo auch immer hängt immer auch ein bisschen vom Rucksackmodell ab und wo es Befestigungsmöglichkeiten gibt. Durch das geringe Gewicht merkt man sie eh kaum und falls sie ein bisschen überstehen, macht das auch nichts, denn die Dinger sind so robust, ein paar Äste richten da keinen Schaden an.

Wenn du deine Isomatte die gerollt werden kann im Rucksack unterbringen willst, dann sollte der Rucksack auf jeden Fall einiges an Volumen mitbringen, denn Isomatten nehmen viel Platz weg. Es gibt aber einige Möglichkeiten, sie platzsparend zu verpacken.

Wenn du einen Rucksack hast, der groß genug ist, die Isomatte und deine andere Ausrüstung aufnehmen zu können ist es am besten die Matte vertikal in den Rucksack zu stellen.

Es gibt drei verschiedene Ansätze, die du nutzen kannst, um die Isomatte im Rucksack zu transportieren und trotzdem noch genug Platz für alles andere zu lassen.

  • Du rollst die Matte so fest es geht zusammen. So sorgst du dafür, dass du kein Volumen im Inneren der Matte verschwendest. Ein guter Tipp ist, die Isomatte nach dem Zusammenrollen mit Bändern zu sichern, damit sie sich nicht im Rucksack entfalten kann.
  • Du rollst die Isomatte lockerer zusammen, und zwar genauso locker, dass sie in den Rucksack passt und du in der Mitte und an den Seiten mit anderer Ausrüstung auffüllen kannst. Klarer Nachteil an dieser Variante, du musst jedes Mal alles ausräumen, wenn die Isomatte wieder in den Rucksack soll.
  • Du faltest die Isomatte einmal in der Mitte und legst sie an der Innenwand des Rucksack entlang. So verlierst du zwar außen ein wenig Volumen, aber du kannst den Rucksack noch ganz normal packen und das Gewicht ordentlich verteilen.

Alternativ dazu kannst du die Isomatte auch einfach zusammenrollen und außen am Rucksack befestigen. Die meisten guten Rucksäcke haben Gurte oder Schlaufen, mit denen das problemlos möglich ist. Sollte deine Isomatte sehr weit nach links und rechts herausragen, ist es besser sie senkrecht an der Rückseite zu besteigen, so bleibst du nicht dauernd hängen.

Selbstaufblasende Isomatte am Rucksack befestigen

Wenn dein Rucksack groß genug ist und du deine selbstaufblasende Isomatte mit im Rucksack verstauen kannst, super. Zwar sind diese Isomatten immer noch sehr robust, aber man muss es ja nicht riskieren sie zu beschädigen, indem man den ganzen Tag an irgendwelchen Ästen hängen bliebt.

Fest zusammengerollt und im Packsack untergebracht haben selbstaufblasende Matten immer noch einiges an Volumen, achte also darauf, wo du sie im Rucksack unterbringst und darauf, dass du das restliche Gewicht gleichmäßig verteilst und ausgleichst. Die Balance von Seite zu Seite ist beim Rucksackwandern entscheidend, das gilt besonders, wenn es sehr uneben ist.

Manche Rucksäcke haben ein praktisches Bodenfach, das meist perfekt dazu geeignet ist, eine zusammengefaltete Isomatte auszunehmen. Vorteile ist, dass sie zwar geschützt im Rucksack ist, aber getrennt von der restlichen Ausrüstung getragen wird. So ist sie schneller griffbereit und man muss nicht den ganzen Rucksack umräumen.

Passt die selbstaufblasende Isomatte nicht in den Rucksack, dann ist es am besten sie senkrecht an der Rückseite des Rucksacks zu befestigen. So ist sie durch den Körper und den Rucksack geschützt und du bleibst nirgendwo hängen.

Luft-Isomatte im Rucksack transportieren

Isomatten mit luftdichter Außenhülle und Luftkammern, die aufgeblasen werden müssen, haben in zusammengerolltem Zustand ein so niedriges Volumen, dass sie in den meisten Fällen im Rucksack untergebracht werden können.

Wenn du noch ein bisschen mehr Volumen sparen möchtest, dann achte darauf eine Matte wie die NeoAir Xlite* zu kaufen. Durch die Mumienform wird an den Beinen nochmal einiges an Material und Gewicht eingespart.

Hat die Isomatte keinen Platz im Rucksack, sollte sie sicher es geht vor Ästen oder anderen Beschädigungen geschützt werden. Ich würde auch davon abraten, sie unter dem Rucksack zu befestigen. Stellst du den Rucksack ungünstig auf etwas Spitzem ab, kann das eine unerfreuliche Nacht bedeuten. Nachts ein vielleicht sehr kleines Loch in einer Luft-Isomatte zu suchen und zu flicken macht so gar keinen Spaß.

Fazit

Es gibt viele Varianten, wie man die Isomatte im oder am Rucksack transportieren kann und es hängt immer davon ab wie und wie viel du gepackt hast. Persönliche Vorlieben spielen auch immer eine Rolle.

Die äußeren Gegebenheiten spielen auch eine Rolle. So kann das Wandern durch dichte Wälder ziemlich belastend werden, wenn man zu viel Ausrüstung am Rucksack hängen hat und dauernd hängen bleibt. In höheren Lagen und bei häufigen Pausen sollte die Isomatte nicht unter dem Rucksack befestigt sein, falls es sich um eine Matte handelt, die beschädigt werden kann.

Um eine Isomatte sicher am Rucksack zu befestigen, eignen sich alle Arten von Gummibändern, Gurten. Im Zweifel ist es sogar möglich, die Matte mit einem Shirt an den Rucksack zu knoten.

Wie auch immer du schließlich deine Isomatte verstaust. Sie ist ein Luxus, auf den du beim Schlafen im Freien nicht verzichten solltest.

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