Taschenmesser für Camping, Camper und Wegelagerer

Wenn es eine Situation gibt, in der ich nicht auf ein gutes Messer verzichten möchte, dann ist es beim Camping. Dabei macht es für mich keinen großen Unterschied, ob man mit einem Camper unterwegs ist, mit Tarp und Hängematte oder im Biwaksack seine Nacht verbringt, ein Messer ist immer das Tool, das in ein Camp gehört.

Damit sind wir auch schon mitten im Thema, denn es geht um Taschenmesser fürs Camping.

Taschenmesser haben gegenüber den feststehenden Messern einen ganz wichtigen Vorteil, sie lassen sich zusammenklappen und so ohne Aufwand den ganzen Tag, als EDC, beim Camping mit herumgetragen werden.

Natürlich hat jeder so seine ganz speziellen Vorlieben, was Taschenmesser angeht, aber wenn es um Zuverlässigkeit, Robustheit und Qualität geht beim Camping geht, dann fallen mir da nur eine Handvoll Messer ein, die ich ohne zu überlegen einpacken würde.

Taschenmesser für Camper

Gerade beim Camping gibt es viele Dinge, die man mit einem Messer erledigen kann. Sehr feine Aufgaben aber auch gröbere Arbeiten und die folgenden Messer können beides. Neben meinen grundsätzlichen Taschenmesser Empfehlungen findest du hier ein paar Spezialisten für Camper.

Kershaw Link

Das Kershaw Link ist richtig scharf und vor allem glänzt es mit seiner zuverlässigen Klinge aus rostfreiem Stahl. Es ist ein hochwertiges, in den USA hergestelltes Hochleistungsmesser, das sowohl für Survival und als EDC zu einem erschwinglichen Preis zu haben ist.

Spyderco Endura 4

Das Spyderco Endura 4 hat bereits einiges an Geschichte hinter sich. Das ursprüngliche Spyerdco Endura kam in den 1980ern auf den Markt und bis heute gilt das Endura als eines der meistverkauften Klappmesser überhaupt und einige Messerfreaks behaupten es wäre das beste Klappmesser überhaupt.

Ontario RAT-1

Wer sich ein bisschen auskennt wird das Kürzel RAT kennen, denn es steht für Randall’s Adventure Training bzw. Jess Randall. Das Ontario RAT-1 ist aus einer Kooperation von der Ontario Knives Company und Jeff Randall entstanden und hat eine Klinge aus rostfreiem Stahl.

Benchmade Mini-Barrage

Benchmade Mini-Barrage

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Der patentierte AXIS® Lock des Benchmade Mini-Barrage gilt als einer der stärksten Verriegelungsmechanismen auf dem Markt. Zwar ist das Messer nicht ganz günstig, dafür kann man sich aber auch sicher sein, dass man sehr lange Freude an diesem Teil haben wird.

Camping-Messer Auswahlkriterien

Wie so oft bei Messern entscheidet der Einsatzzweck über das Messer und auch darüber, was für Messer du dich am Ende entscheiden solltest. Die hier gezeigten Messer und Tipps, die ich gebe beziehen, sich auf Allrounder, die im Grunde jede Aufgabe bewältigen können.

Was ein Taschenmesser auf jeden Fall sein sollte, ist stabil und langlebig. Mit einem Messer, das nach dem zweiten Einsatz schon ein erhebliches Spiel an der Klinge hat, ist dir nicht geholfen. Deswegen sind Herstellergarantien immer ein guter Startpunkt für die Auswahl eines Taschenmessers und klar, desto länger die Garantie, desto besser.

Du musst trotzdem immer im Hinterkopf behalten, dass wir hier von Taschenmesser und nicht von feststehenden Messern mit einem Erl reden. Taschenmesser haben immer eine Schwachstelle, die Klappmechanik. Deswegen ist sie Auswahl ein bisschen anders zu treffen.

Die folgenden Punkte sind bei der Auswahl eines Taschenmessers fürs Camping, aber auch generell wichtig.

Die Klinge des Taschenmessers

Eine gute Form ist wichtig, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Mindestens genauso wichtig ist allerdings die Schärfe der Klinge, denn was nutzt einem ein stumpfes Messer. Schärfe kombiniert immer zwei wichtige Punkte 1.) wie gut lässt sich das Messer nachschärfen und 2.) wie lange bleibt es scharf, also wie Schnitthaltig ist es.

Bei der Länge der Klinge gibt es keine feste Regel, sondern eher Vorlieben. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass Klingen, die sich einhändig öffnen lassen und arretiert werden können, unter Führverbot im Waffengesetz fallen.

Ebenfalls wichtig ist immer die Frage nach dem verwendeten Stahl, denn da gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten.

Rostfreier Stahl: Rostfreier Stahl ist vielseitiger, da er rostfrei ist und extremen Temperaturen standhalten kann, ohne dass dies die Zusammensetzung beeinträchtigt. Allerdings ist er weicher als Kohlenstoffstahl, etwas teurer und lässt sich nicht ganz so scharf schärfen wie Kohlenstoffstahl (Karbonstahl).

Kohlenstoffstahl: Kohlenstoffstahl bietet oft eine bessere Schärfe, weil er sich leichter schärfen lässt und extrem scharf wird. Außerdem ist Kohlenstoffstahl härter als rostfreier Stahl und hält daher länger die Schärfe. Der größte Nachteil von Kohlenstoffstahl ist, dass er leichter rostet und nicht so langlebig ist wie rostfreier Stahl.

Für alle, die es genau wissen wollen, der Unterschied zwischen rostfreiem Stahl und Kohlenstoffstahl ist der Chromanteil in der Klinge. Beide bestehen zwar aus Eisen und Kohlenstoff, doch der Unterschied liegt im Legierungsgehalt. Kohlenstoffstahl enthält weniger als 10,5 %, während rostfreier Stahl 10,5 % oder mehr enthält.

Für mich gibt es gibt hier keinen besser oder schlechter. Einige Leute bevorzugen Kohlenstoffstahl, weil er billiger ist. Für mich ist es eher eine Frage der Tagesform, denn ich mag beides.

Griffmaterialien

Hier gibt es sehr viele verschiedene Varianten, aus denen du auswählen kannst. Das gute ist, es gibt kein falsch oder richtig, nur anders. Es gibt Griffe und Griffschalen aus Gummi, gehärtetem Kunststoff, Titan, G-10, Edelstahl, Stahl und Aluminium oder Messer mit einem Exoskelett.

Das eine Material spricht dich vielleicht mehr an als das andere und der nächste kann mit dem Messer, das dir zusagt, so gar nichts anfangen. So ist das eben bei Messern.

Verriegelungsmechanik

Ich weiß, ich habe e schon ein paar mal geschrieben aber auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten und jede hat seine Anhänger oder Hasser. Ich persönlich kommen mit allen Verriegelungsmechaniken gut klar.

Trotzdem gibt es Unterschiede und ich will sie nicht unerwähnt lassen.

Liner Lock: Beim Liner Lock gibt es einen separaten Liner, der nach dem Öffnen des Messers hinter der Klinge einrastet und sie in Position hält.

Frame Lock: Im Grunde funktioniert ein Frame Lock fast genauso, wie der Liner Lock, allerdings mit einem wichtigen Unterschied. Anstatt des Liners verriegelt ein Teil des Griffes die Klinge.

Eine dritte Form von Locks, über die man stolpern kann sind spezielle patentierte Verriegelungsmechanik bestimmter Hersteller.

Komfort und Handling

Der Komfort, den ein Messer beim Arbeiten mitbringen sollte, wird oft unterschätzt und leider merkt man oft erst nach einiger Zeit intensiven Arbeitens mit dem Messer, wie komfortabel es wirklich ist. Wenn du schnell die ersten Ermüdungserscheinungen in Hand und Handgelenk feststellst, dann kann das am Messer liegen.

Wichtig ist, dass dein Messer gut ausbalanciert ist und in verschiedenen Positionen gut in der Hand liegt. Im Idealfall musst nicht du dich dem Messer anpassen, sondern du entscheidest dich von Anfang an für ein Messer, das ideal zu deiner Hand und Arbeitsweise passt.

Der Preis

Der Preis für ein Messer ist logischerweise ebenfalls ein wichtiger Punkt, wobei er nicht ausschlaggebend sein sollte, denn wer billig kauft, der kauft oft doppelt.

Die weiter oben von mir gezeigten Messer haben alle ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, was du allerdings wirklich für ein Camping-Taschenmesser ausgeben willst, das liegt bei dir.

Neigst du dazu deine Messer zu verlieren, dann sollte es vielleicht nicht zu teuer sein oder so gewählt werden, dass Signalfarben verarbeitet wurden. Wenn du Jahre lang auf ein und dasselbe Messer vertrauen willst, dann kann es sich lohnen ein paar Euro mehr zu investieren.

Sollte bei meinen Empfehlungen nicht das passende Taschenmesser für dich dabei sein, dann findest du mit meinen Tipps zur Auswahl sicher trotzdem das passende Messer.

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